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Der Begriff des elektrischen Feldes

Superposition

Betrachten wir nun die Felder zweier ungleich geladener Kugeln (Dipol) bzw. zweier gleich geladener Kugeln. Es fällt auf, dass in unmittelbarer Umgebung der Kugeln jeweils deren Radialfeld zu erkennen ist. Im Bereich zwischen den Kugeln ist die Abweichung vom radialen Feld hingegen am ausgeprägtesten.

Abb.1
Abb.2
Abb.3
Abb.4
Abb.5
Abb.6

In großem Abstand der beiden geladenen Kugeln ergeben sich ebenfalls interessante Effekte. Im ungleichnamigen Fall sind am äußeren Rand kaum noch Feldlinien zu erkennen, während das Bild im gleichnamigen Fall am Rand dem Radialfeld des Monopols ähnelt.

Das Verhalten in großen Entfernungen (im Vergleich zum Abstand der beiden Kugeln) kann man qualitativ so erklären, dass sich die beiden ungleichnamigen Ladungen von Weitem gesehen neutralisieren und daher kein Feld vorhanden ist. Im gleichnamigen Fall erscheinen die beiden geladenen Kugeln von Weitem wie eine Kugel der doppelten Ladung, so dass das Feld in großem Abstand wie das eines Monopols aussieht.

Abb.7
Abb.8

Der Feldverlauf lässt sich aber auch quantitativ recht einfach erklären – sowohl in der näheren als auch in der ferneren Umgebung, denn es gilt das Prinzip der Superposition:

Superpositionsprinzip
Das Gesamtfeld einer Anordnung von geladenen Körpern ergibt sich durch Überlagerung der Felder der einzelnen geladenen Körper.

Mit Hilfe des Superpositionsprinzips lässt sich also das Feld jeder beliebigen Ladungsanordnung aus Coulomb-Feldern zusammensetzen.

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