zum Directory-modus

Verteilungsfunktionen

Zufallsgeräte

Das wohl bekannteste Zufallsgerät ist der Würfel. Aber auch eine Münze, das „Glücksrad” oder das Lotto-Ziehungsgerät sind Zufallsgeräte.

Wenn bei einem Würfel alle Ausgänge gleich wahrscheinlich sind, spricht man von einem Laplace-Würfel oder kurz L-Würfel, genau so spricht man von L-Münzen und L-Glücksrädern. Das ist natürlich eine idealisierte Betrachtung; schließlich sind bei keinem Würfel alle Winkel exakt 90 , alle Seiten genau gleich lang und die Dichte des Materials variiert sicherlich auch ein wenig. Ein L-Würfel ist ein Ideal, über den man stochastische Aussagen treffen kann - über reale Würfel kann man nur statistische Aussagen treffen!

Die Bezeichnung Laplace-Würfel bezieht sich auf den französischen Astronom, Mathematiker und Physiker Pierre Simon de Laplace (1749 bis 1827), der als Begründer der Wahrscheinlichkeitstheorie gilt. In seinem Werk „Versuch einer Philosophie der Wahrscheinlichkeitstheorie” begründete er den mechanischen Determinismus. Wenn man zu einem gegebenen Zeitpunkt Ort und Zustand aller Partikel des Universums feststellen könnte, postulierte Laplace, könnte man eine Weltformel aufstellen, mit der sich der Zustand der Welt zu jedem Zeitpunkt in Vergangenheit und Zukunft bestimmen ließe. Da dem Menschen jedoch dieses Wissen fehlt, könne er Ereignisse nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorhersagen.

Seite 4 von 4>