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Polystyrol-Sorten

Homopolymere

Industriell hergestellte Polymere werden je nach ihrer Zusammensetzung in Klassen eingeteilt. Innerhalb einer Klasse werden verschiedene Sorten (engl. "polymer families") unterschieden, innerhalb einer Sorte wiederum verschiedene Typen (Qualitäten, Einstellungen; engl. "grades"). Zur gleichen Klasse gehören alle Polymere, die beträchtliche Anteile des gleichen Grundbausteins, z.B. Styrol, aufweisen.

Die Polystyrole bilden eine solche Klasse. Von Bedeutung sind folgende Sorten von Homopolymeren:

Tab.1
Polystyrol-Homopolymere
Kurzbezeichnungen nach DIN EN ISO 1043-1Andere gängige Kurzbezeichnungen
Standard-Polystyrol, Normal-Polystyrol Standard-PS, Normal-PS, GPPS (General Purpose Polystyrene)
Polystyrol syndiotaktisch PS-S, PS-(M) (M = mit Metallocen-Katalysator hergestellt) sPS
Polystyrolschaum und schäumbares Polystyrol PS-E EPS (Expanded Polystyrene)
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Abb.1

Syndiotaktisches Polystyrol

Standard-PS und PS-S unterscheiden sich in der räumlichen Anordnung der Phenylgruppen. Im PS-S besitzt jeder zweite Baustein dieselbe Konfiguration, die Anordnung der Phenyl-Gruppen ist also streng alternierend (Syndiotaktizität). Im Standard-PS gibt es dagegen keine derartige Regelmäßigkeit, es ist ataktisch.

Zur Herstellung von PS-S werden Metallocen-Katalysatoren verwendet. Standard-PS wird dagegen durch radikalische Polymerisation hergestellt.

Unter der Abkürzung PS-E werden sowohl Schäume aus Standard-PS und Copolymeren des Styrols als auch deren schäumbare Vorprodukte zusammengefasst.

Von jeder der drei Sorten sind zahlreiche Typen im Handel, die sich z.B. in Molmasse, Molmassenverteilung, sowie Art und Menge von Zusätzen unterscheiden. Häufig ist das Polymer nur ein Rohstoff, der erst durch Zusätze zum Kunststoff wird, dem Wirtschaftsgut, das vom Verarbeiter in einer speziellen Anwendung kosteneffektiv eingesetzt werden kann.

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