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Vom Monomer zum Werkstoff - Polystyrol

Polystyrol als Werkstoff

Zur Herstellung von Werkstoffen auf der Basis von Styrol werden alle Polymerisationsverfahren technisch genutzt (Substanz-, Lösungs-, Emulsions-, Suspensions- und Fällungspolymerisation).

Reines Polystyrol (Standard-Polystyrol) ist bei Zimmertemperatur ein transparenter, harter und steifer Kunststoff und wird hauptsächlich zur Herstellung kurzlebiger Wirtschaftsgüter eingesetzt. Es dient auch als Rohstoff zur Herstellung von geschäumtem Polystyrol (Styropor®). Standard-Polystyrol ist jedoch wegen dessen Neigung zum Bruch nicht zur Herstellung von stärker beanspruchten Bauteilen, Gebrauchsgegenständen oder Spielwaren geeignet. Für solche Zwecke wird ein Material benötigt, das zugleich steif und elastisch ist. Dafür muss dieser Kunststoff modifiziert werden. Eine Möglichkeit zur Veränderung der Eigenschaften, wie Härte und Elastizität oder Transparenz, ist das Zumischen anderer Komponenten. Die Materialeigenschaften können durch die Wahl der Mengen der kombinierten Polymerisate gezielt eingestellt werden.

Ein schlagunempfindlicher Werkstoff kann zum Beispiel erzielt werden, wenn in einer zusammenhängenden Polystyrolmatrix Kautschukpartikel dispergiert sind. Die Polystyrol-Matrix sorgt für Steifigkeit und Härte, die darin dispergierten elastischen Teilchen sind in der Lage, Stoßenergie aufzunehmen und schützen das Material vor Bruch.

Abb.1
Kautschukpartikel in einer Polystyrol-Matrix
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