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Verschiedene Systeme der Klassifizierung von Reaktionen zur Kunststoffherstellung

Alle Vorgänge zum Aufbau von synthetischen Makromolekülen werden entsprechend der aktuellen IUPAC-Regel als Polymerisationen bezeichnet.

Früher wurde regulär zwischen Polymerisation und Polykondensation sowie Polyaddition unterschieden. Im angelsächsischen Sprachgebrauch ist der Vorgang der Polymerisation sehr anschaulich als chain reaction polymerization eingeordnet. Nach IUPAC ist dies die Additionspolymerisation als Kettenreaktion, unter der die radikalische, die anionische, die kationische und die koordinative Polymerisation subsumiert sind.

Im aktuellen Sprachgebrauch werden die Reaktionstypen der Polykondensation und Polyaddition ohne Unterscheidung als Polykondensation bezeichnet, zumal sie den gleichen kinetischen Gesetzmäßigkeiten folgen. Im angelsächsischen Sprachraum werden sie dementsprechend anschaulich step reaction polymerization genannt. Nach IUPAC gelten die folgenden Bezeichnungen: "Kondensationspolymerisation" für die klassische Polykondensation und "Additionspolymerisation als Stufenreaktion" für die klassisch Polyaddition genannte Reaktion. In der folgenden Tabelle sind die einander entsprechenden Begriffe zusammengestellt.

Tab.1
Bezeichnung der Polymerisationsarten
Bezeichnung nach IUPAC Polymerisation Additionspolymerisation als Kettenreaktion Additionspolymerisation als Stufenreaktion Kondensationspolymerisation
bisherige Bezeichnung Polyreaktion Polymerisation Additionspolymerisation Polykondensation
hier verwendete Begriffe Polymerisation Kettenpolymerisation - radikalisch, ionisch, koordinativ Stufenpolymerisation - Polyaddition Stufenpolymerisation - Polykondensation