zum Directory-modus

Stufenreaktionen - Grundlagen

Bedeutung für die Praxis

Hinweis
Man sollte sich vor Augen führen, dass ein vollständiger Umsatz nahezu nicht zu erzielen ist. Technisch wird im Allgemeinen bis zu einem Umsatz polymerisiert, bei dem mittlere Molmassen im Bereich von 10.000 g mol-1 bis 30.000 g mol-1 und zum Teil auch 50.000 g mol-1 erreicht werden, also etwa bis zu 99,8 %. Je höher die Umsätze sind, desto mehr Zeit (und damit Geld) muss investiert werden und desto schwerer handhabbar wird die Reaktionsmischung. Dies ist bedingt durch eine zunehmende Viskosität und damit schwierigerer Temperaturkontrolle und somit zunehmenden Nebenreaktionen.

Für P ¯ n = 100 müssen bereits 99 % aller funktionellen Gruppen reagiert haben. Ein derart hoher Umsatz erfordert die präzise Einhaltung optimaler Reaktionsbedingungen:

  • hohe Reinheit der Reaktanden
  • Äquimolarität der reagierenden funktionellen Gruppen
  • Verschiebung des Reaktionsgleichgewichts weit auf die Produktseite

Wenn sich die beiden verschiedenen funktionellen Gruppen im gleichen Molekül befinden, also bei Monomeren vom Typ AB, ist die Äquimolarität der Reaktanden a priori gegeben.

Eine Gleichgewichtsverschiebung zur Produktseite kann z.B. bei der Polykondensation durch Entfernen des Reaktionsnebenproduktes erzielt werden.

Seite 5 von 11