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Silicone

Viskoelastizität und Lewis-Säure/Lewis-Base-Bindungen

Das viskoelastische Verhalten des Borsiliconkitts kann folgendermaßen erklärt werden:

Abb.1
Lewis-Säure/Lewis-Base-Bindungen in Borsiliconkitt

Bei Raumtemperatur werden im Kitt ständig Lewis-Säure/Lewis-Base-Bindungen geöffnet und geschlossen. Wirkt eine äußere Kraft nun langsam ein, so können sich die Makromoleküle im System gegeneinander verschieben. Neue Bindungen werden geschlossen. Wirkt die Kraft nur kurz ein, so ist es in dem zur Verfügung stehenden Zeitfenster nicht möglich, dass alle kurzzeitig vorhandenen Lewis-Säure/Lewis-Base-Bindungen geöffnet werden. Durch die bestehende Vernetzung verhält sich der hüpfende Siliconkitt wie ein Elastomer. Treten die Kräfte schlagartig auf, so können die Moleküle überhaupt nicht gegeneinander verschoben werden. Der Kitt ist deshalb spröde und zeigt Risse und Sprünge.

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