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Silicone

Siliconharze

Siliconharze bestehen aus hochvernetzten Poly(methyl)- oder Poly(methylphenylsiloxan)en. Ihre Elastizität und Wärmebeständigkeit steigt mit der Anzahl der Phenylgruppen. Ihre herausragende Eigenschaft ist die Beständigkeit gegen Wetter wie auch UV-Strahlung und oxidierende Medien. Die Harze kommen in vorkondensierter Form in den Handel. Sie werden z.B. als Putz, Bindemittel oder Bautenschutzmittel verwendet. Silicon-Fassadenfarben enthalten eine wässrige Emulsion des Silicon-Festharzes. Durch Kombination der Vorteile harzgebundener und mineralischerAnstriche erzielt man damit hohe Wasserdampf-Durchlässigkeit bei geringer Wasseraufnahme. Der Fassadenschutz ist wasserabweisend ohne die Atmung des Mauerwerks zu behindern.

Motoren und Transformatoren werden durch Siliconharze imprägniert und elektrisch isoliert. In Ofenmaterialien kommt ihre Hitzeresistenz zum Tragen.

Silicon-Lackrohstoffe löst man in organischen Lösemitteln. Als Copolymerisate mit Alkyl-, Acryl- und Polyesterharzen werden sie als Silicon-Emaille zu einer dekorativen hitzebeständigen Beschichtung für Küchengeräte verarbeitet. Die Siliconharze machen Lacke elastisch und witterungsbeständig.

Pressmassen und Laminate werden aus Siliconharzen mit Füllstoffen wie Glasfasern, Quarzmehl, Glimmer, fein verteiltem Siliciumdioxid oder Farbpigmenten hergestellt. Die Kondensation zum Endprodukt erfolgt bei erhöhter Temperatur mit Hilfe von Katalysatoren.

Korrosionsschutzüberzüge z.B. für Auspuffrohre stellt man durch Erhitzen der Siliconharze auf bis zu 600 °C her. Dabei zersetzt sich das Polysiloxan zu Siliciumdioxid.

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