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Silicone

Silicone

Die Silicone werden systematisch als Polyorganosiloxane bezeichnet. Sie nehmen eine Zwischenstellung zwischen den anorganischen Silikaten und den organischen Polymeren ein. Den Namen "Silicone" erhielten sie bei ihrer Entdeckung: Der britische Chemiker Frederick Stanley Kipping hatte die Absicht, silicium-basierte Ketone der Summenformel R2SiO zu synthetisieren. Im Gegensatz zur C-O-Doppelbindung ist eine Si-O-Doppelbindung jedoch nicht stabil. Kipping erhielt zähflüssige Öle, deren Dimethylsilyl-Einheiten über Si-O-Si-Bindungen (Siloxanbindungen) verknüpft waren.

Abb.1
Struktur von Siliconen

Diese Struktur entspricht einem linearen kettenförmigen Molekülaufbau. Ist ein Siliciumatom an drei oder vier Sauerstoffatome gebunden, so tritt dort eine Verzweigung auf. Die Siloxaneinheiten werden dementsprechend als mono-, di-, tri- oder tetrafunktionell bezeichnet. Dafür haben sich Kurznotationen eingebürgert:

Abb.2

Es gibt folgende Möglichkeiten des Molekülaufbaus:

Lineare Polysiloxane
Diese entsprechen dem Bautyp [MDnM] und fallen als Öle an.
Cyclische Polysiloxane
Sie können als [Dn] beschrieben werden. Bedeutung haben die Cyclosiloxane [D3] (Hexamethylcylcotrisiloxan), [D4] (Octamethylcyclotetrasiloxan) und [D5] (Decamethylcyclopentasiloxan). Sie dienen z.B. als Ausgangsstoffe für die basisch oder sauer katalysierte Ringöffnungspolymerisation.
Verzweigte Polysiloxane
Als Verzweigungsstellen dienen tri- oder tetrafunktionelle Siloxaneinheiten. Ihr Bautyp ist [MnDmToQp].
Vernetzte Polysiloxane
Ketten- oder ringförmige Moleküle sind über eine erheblich Anzahl T- und Q-Einheiten zu zwei- oder dreidimensionalen Netzwerken verknüpft.
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