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Wie funktioniert eine CD?

Die Haltbarkeit von CDs

Anders als Schallplatten werden CDs durch das Abspielen nicht abgenutzt, da die Datenspur nur durch einen Laserstrahl niedriger Energie abtgetastet wird. Alle Arten von Compact Discs können jedoch nur dann einwandfrei gelesen werden, wenn die Unterseite nicht verschmutzt oder verkratzt ist. Es ist ebenso wichtig, dass die reflektierende Metallschicht unversehrt bleibt. Besonders Aluminium kann von Wasser und Sauerstoff zu opakem Al2O3 oxidiert werden. Um diese Umwelteinflüsse auszuschalten, darf die Lack-Schutzschicht nicht durch Kratzer, Biegen etc. verletzt sein. Wichtig ist hier vor allem, dass auch die seitlichen Ränder gut versiegelt sind.

Abb.1

Bei sorgfältiger Behandlung wird für Read Only CDs eine Haltbarkeit von ca. 80 Jahren erwartet. Solche Aussagen werden von den Herstellerfirmen auf der Basis von bis zu 40-tägigen Alterungstests gemacht. Dabei werden die Speicherscheiben unterschiedlichen Temperaturen, Feuchtigkeit und dem Sonnenlicht ausgesetzt. Aus dem Zustand der CDs nach diesen Belastungen lässt sich die Haltbarkeit bei "normalem" Gebrauch abschätzen.

Die Haltbarkeit nach dem Brennen hängt vom verwendeten Farbstoff ab. Die früher oft eingesetzten Cyanine sollen im schlechtesten Fall nur 10 Jahre stabil sein, Azofarbstoffe und Phthalocyanine über 100 Jahre. Die Goldbeschichtung ist widerstandsfähiger gegen Oxidation als Aluminium. Der Farbstoff sollte unbedingt vor Sonnenlicht und Hitze geschützt werden.

Als am kritischsten ist die Haltbarkeit der wiederholt beschreibbaren CD-RWs einzuschätzen. Da hier die Daten nur durch eine Phasenumwandlung vom kristallinen in den amorphen Zustand fixiert werden, können sie durch langsame Rekristallisation, besonders bei erhöhten Temperaturen, verloren gehen. Die BASF, eine der Herstellerfirmen, gibt als Lebensdauer 30 Jahre an.

Alle CDs sollten am besten dunkel, kühl und geschützt vor Feuchtigkeit, Staub und mechanischer Beschädigung gelagert werden. Zur Beschriftung sollten weder Kugelschreiber (Kratzer!) noch herkömmliche Faserschreiber (Lösemittel, die die Lackschicht angreifen!) verwendet werden, sondern Spezialstifte oder lösemittelfreie Faserschreiber.

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