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Phenoplaste

Phenolharze

Phenolharze sind Polykondensate aus Phenolen und Aldehyden, insbesondere aus Phenol und Formaldehyd. Diese Phenol-Aldehyd-Addukte sind Präpolymere oder Reaktionsharze, die durch Vernetzung in Duromere überführt werden. Sowohl die Reaktionsharze selbst als auch die vernetzten Produkte werden vielfach Phenoplaste genannt.

Bei der Kondensation von Phenol und Formaldehyd entstehen je nach Reaktionsbedingungen zwei Produktklassen, die sich in ihrer Struktur deutlich unterscheiden. Die durch Säurekatalyse gebildeten Harze nennt man Novolake, die bei Basenkatalyse entstehenden selbsthärtenden Verbindungen Resole. Beide lassen sich vernetzen, da Phenole in ihren ortho- und para-Positionen prinzipiell drei reaktive Zentren aufweisen.

Auch beim Einsatz von meta-Kresol oder Resorcin (meta-Dihydroxybenzol) als Phenolkomponente ist eine Vernetzung möglich. Ortho- und para-substituierte Phenole erlauben nur die Bildung linearer Produkte, da hier nur noch zwei reaktive Zentren zur Verfügung stehen.

Anstelle von Formaldehyd, der in wässrigen Lösungen mit Gehalten von 30 bis 60 % gehandelt wird, kann auch Paraformaldehyd als Formaldehydoligomer oder Hexamethylentetramin (Urotropin) als Formaldehydquelle eingesetzt werden. Höhere Aldehyde spielen nur eine geringe Rolle.

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