zum Directory-modus

Polyurethane III - Verschiedene Formen

Polyurethan-Kautschuke

Polyurethan-Kautschuke sind besonders abrieb- und reißfest. Ihre Beständigkeit gegenüber Öl und Oxidationsmitteln ist ausgezeichnet. Typische Einsatzgebiete sind z.B. Seilzugdurchführungen, Membranen in der Ölhydraulik, elastische Teile an Musikinstrumenten und Büromaschinen, Reifen und Förderbänder, Dämpfungselemente und Dichtungen.

Flüssige Kautschuke bestehen meist aus Polyurethanen mit Isocyanat-Endgruppen. Sie werden in der Regel mit schwach basischen Di- u. Polyaminen direkt in der Form zum Endprodukt vernetzt. Einsatzgebiete sind z.B. Bodenbeläge für Sportstätten, Beschichtungen von Rohren und Transportbändern, Auskleidungen für Pumpen und Behälter, Manschetten und Puffer.

Thermoplastische Kautschuke verhalten sich bei Raumtemperatur wie Gummi. Erhitzt man das Material auf Temperaturen oberhalb des Erweichungspunktes der harten Urethandomänen, so lösen sich die Wasserstoffbrücken zwischen den Ketten. Dabei können die Polyurethan-Kautschuke formgebend verarbeitet werden. Diese Materialien werden z.B. für Lagerteile, Rollen, Reifen und Walzen eingesetzt.

Vulkanisierbare Polyurethan-Kautschuke enthalten C-C-Mehrfachbindungen, die z.B. über die Diolkomponente eingeführt wurden. Diese lassen sich, wie Isopren-Kautschuke, durch Schwefel-Vulkanisation irreversibel vernetzen.

Seite 3 von 7