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Epoxidharze

Einsatzgebiete für Epoxidharze

Epoxide werden als Gießharze zur Herstellung von Bauteilen für Motoren und Isolatoren in der Elektroindustrie oder für Beläge verwendet. Als Laminate dienen sie im Flugzeug- und Fahrzeugbau, z.B. für Verkleidungen.

Abb.1
Holzboot mit Laminatschicht

Segelboot mit Laminatschicht aus hoch transparentem Epoxidharz und Glasgewebe

Epoxidharz-Formmassen werden für die Herstellung von Präzisionsteilen in der Feinwerktechnik und in der Elektrotechnik für Kondensatoren, Widerstände, Unterbrecher oder Zündspulen verwendet. Mit Glasfaserverstärkung werden sie zu hochfesten Maschinenelementen wie Wellen, Gelenken oder Pleuel verarbeitet. Auch Ventilatorflügel, Werkzeuge, Modelle, Flugzeugteile und Rohre werden aus Epoxidharzen gefertigt. Im Sportbereich setzt man sie für Rennboote, Fahrradrahmen, Ski, Tennis- und Hockeyschläger oder Stabhochsprung-Stäbe ein.

Als Klebstoffe sind sie für Kunststoffe (außer geschäumtes Polystyrol, Polyethylen und Polypropylen), Metalle, Holz, Glas, Porzellan und Betonelemente geeignet.

Auch Epoxidlacke werden für diese Materialien und andere porige Werkstoffe verwendet. Sie werden als Außen- und Innenlackierungen von Behältern für Heizöl, Treibstoffe, Getränke etc. eingesetzt. Als ausgehärtete Lacke können sie bedenkenlos mit Lebensmitteln in Kontakt gebracht werden, da sie keine toxischen Stoffe abgeben. Weitere Anwendungen sind Schutzanstriche von Rohrleitungen, Armaturen und Geräten, als Beschichtung von Böden und Wänden in der chemischen Industrie oder in Brauereien, Molkereien, Konservendosenfabriken, Schlachthäusern und Großküchen.

Epoxidharze sind auch das klassische Material für Pulverlacke, die durch Einbrennen bei 130 bis 250 °C auf der Oberfläche fixiert werden. Dabei entstehen sehr korrosionsfeste, glatte, hoch glänzende Schichten. Allerdings sind diese Lacke empfindlich gegen Vergilben und werden unter UV-Einfluss matt. Neben Aminen und Säureanhydriden werden auch phenolische Härter (z.B. Bisphenol A) eingesetzt. Damit erreicht man eine niedrige Einbrenntemperatur, flexibele Beschichtung und hohe Korrosionsfestigkeit.

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