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Epoxidharze

Eigenschaften der Epoxidharze

Epoxidharze haften sehr gut auf nahezu allen Werkstoffen (Kunststoffe, Metall, Stein, Glas, Porzellan, Holz). Daher sind sie als Klebstoffe, Lacke und Beschichtungsstoffe geeignet. Der Schwund beim Aushärten ist gering. Dies macht sie für den Einsatz als Gießharze geeignet. Die Materialien zeichnen sich durch hohe Maßhaltigkeit und das Fehlen von Spannungsrissbildung aus. Sie dunkeln allerdings etwas nach, was sich vor allem bei LED-Vergussmassen (weiße LED) bemerkbar macht. Hier kommen spezielle Systeme zum Einsatz, bei denen dieser Dunklungseffekt weitgehend vermieden wird.

Warm gehärtete Epoxidharze haben deutlich bessere mechanische, thermische, chemische und elektrische Eigenschaften als kalt gehärtete.

Generell werden ihre Eigenschaften durch die Zusammensetzung der Komponenten bestimmt. Füll- und Verstärkungsstoffe können die Festigkeit noch verbessern.

Tab.1
Einfluss des Härters auf die Wärmeformbeständigkeit
Härter Martens-Temperatur
Aliphatische Amine40 bis 80 °C
Säureanhydride70 bis 120 °C
Aromatische Amine120 bis 150 °C

Martens-Temperatur

Die Chemikalienbeständigkeit hängt ebenfalls vom Härter ab. Die beste Alkalienbeständigkeit erzielt man bei Amin-gehärteten Epoxidharzen, die beste Lösemittelbeständigkeit beim Einsatz aromatischer Amine, während Säure- und Witterungsbeständigkeit durch anhydridische Härtung positiv beeinflusst werden. Nicht beständig sind Epoxidharze gegen starke Säuren und starke Laugen, Ammoniak, Aceton, Ester und Ketone.

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