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Ausschluss von Verunreinigungen

Radikalische und anionische Polymerisation

Am Beispiel des Sauerstoffs soll erläutert werden, in welcher Weise Fremdstoffe in den Reaktionsprozess eingreifen können. O2 ist in der Lage, mit Styrol ein echtes Copolymer zu bilden, das explosiv ist:

Abb.1
Styrolcopolymer

Auf der anderen Seite ist Sauerstoff bei der LDPE-Synthese der Initiator der Wahl. Besonders empfindlich auf die Anwesenheit von Wasser sind die anionische und kationische Polymerisation.

Die anionische Polymerisation findet in der Technik bei der Herstellung von Polydienen (Polybutadien, Polyisopren) und Blockcopolymeren (Styrol mit Butadien, Polycaprolactam, POM) Anwendung. Sie verläuft ohne Abbruchreaktion und ohne Übertragung bis zum vollständigen Verbrauch des Monomers, sofern das Medium frei von protonenaktiven Substanzen (Wasser!) und stark elektrophilen Gruppierungen ist. Diese verursachen unerwünschte Abbruchreaktionen:

Abb.2
Abbruchreaktion

In der Praxis ist es jedoch schwer, Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid vollständig aus dem Reaktionssystem auszuschließen. Die Folge sind Kopplungsreaktionen an den aktiven Kettenenden:

Abb.3
Abbruchreaktion
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