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Ausschluss von Verunreinigungen

Kationische Polymerisation

Die kationische Polymerisation verläuft über Carbeniumionen, Oxoniumionen oder in einigen Fällen über Ammoniumionen. Carbeniumionen sind erheblich reaktiver als Carbanionen und deshalb viel weniger stabil. Sie gehen leicht Nebenreaktionen ein. Es ist deshalb bisher nur im Labormaßstab gelungen, echte "Living"-Polymerisationen kationisch durchzuführen. Prinzipiell gestaltet sich die kationische Polymerisation schon wegen der erhöhten Reaktionsbereitschaft technisch schwieriger als die anionische Polymerisation (Wärmeabfuhr). Hinzu kommt noch die Empfindlichkeit gegenüber Wasser, das in Anwesenheit eines Carbeniumions dissoziiert und mit diesem einen Alkohol unter Verbleib eines Protons bildet:

Abb.1
Bildung des Alkohols

Selbst bei Reaktionen im Labormaßstab müssen Glasgefäße silyliert oder mit einem Na-Spiegel versehen werden, da Glasoberflächen erhebliche Mengen Wasser an ihren OH-Funktionen über H-Brücken binden. In der Praxis versucht man dem Problem durch Evakuieren und Ausheizen der Reaktionsgefäße zu begegnen.

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