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Lösungspolymerisation

Lösungspolymerisation

Bei der Lösungspolymerisation wird ein in Lösemitteln (Wasser oder organische Lösemittel) lösliches Monomer in ein Polymer überführt, das ebenfalls im jeweiligen Lösemittel löslich ist. Derartige Polymerisationen können mit radikalischen und ionischen Initiatoren sowie mit Übergangsmetallverbindungen ausgelöst werden. Da nach Beendigung der Reaktion bzw. Erreichen des vollständigen oder gewünschten Umsatzes Lösemittel üblicherweise entfernt werden müsste, kommt die Lösungspolymerisation im Allgemeinen nur in Bereichen zur Anwendung, in denen das Lösemittel erwünscht ist, wie z.B. im Falle von Lacken, Imprägnierstoffen und Klebstoffen. Ein weiteres Beispiel ist Polyacrylnitril. Hier werden aus der Lösung direkt die Textilfäden gewonnen.

Die Lösungspolymerisation besitzt viele Vorteile. So verdünnt das Lösemittel die Reaktionsmischung und hilft bei der thermischen Kontrolle des Prozesses. Es führt außerdem zu einer leichteren Durchmischbarkeit, da es die Viskosität erniedrigt. Da aber bei vielen Prozessen ein Polymer in Lösung nicht erwünscht ist, ist der Anwendungsbereich begrenzt.

Typische Beispiele für Lösungspolymerisationen sind die Herstellung von cis-1,4-Polybutadien, Polyacrylsäure, Polyacrylsäureester, Copolymer aus Vinylchlorid und Vinylacetat mit radikalischen Initiatoren, Polydiene mit anionischen Initiatoren und von Polyethylen (HDPE) mit Übergangsmetallkatalysatoren.

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