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Thermoplastische Elastomere

Thermoplastische Styrol-Butadien-Elastomere (SBS-TE)

Styrol-Butadien-Copolymere sind leicht mit Polystyrol-Endblöcken vernetzbar. Die Polybutadiene können dabei linear in so genannten Dreiblock-Copolymeren oder in einer Radialstruktur vorkommen.

Abb.1
Struktur der Styrol-Butadien-Copolymere

A = Polystyrol; B = Polybutadien a) Linearstruktur; b) Radialstruktur, Dreierkette; c) Radialstruktur, Tetrakette

Bei den Dreiblock-Copolymeren weisen die äußeren Blöcke (A) der Polymerkette glasartige, thermoplastische Polystyrol-Segmente auf, deren Glasübergangstemperatur weit über der Raumtemperatur liegt. Der kautschukartige Mittelblock (B) ist elastisch und besteht meistens aus Polybutadien (manchmal aus Polyisopren) und liegt mit seiner Glasumwandlungstemperatur deutlich unterhalb der Raumtemperatur.

Bei den radialen Dreierketten gehen drei, bei den Tetraketten vier Ketten von einem gemeinsamen Verknüpfungspunkt aus.

Ein wirklich elastisches Verhalten von Polybutadien in diesen Copolymeren kann nur dann erreicht werden, wenn der Polystyrol-Anteil unter 40 % liegt. Die Polystyrol-Phase ist dann getrennt und besteht aus kleinen Aggregaten, den so genannten Domänen. Diese Domänen sind fein verteilt in die kontinuierliche Polybutadien-Matrix eingebettet und so klein (30 nm), dass es zu keiner Streuung des sichtbaren Lichtes kommt. Dies führt zur Transparenz des SBS.

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