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Duromere

Duromere - Vernetzte Polykondensate

Die vernetzten Polykondensate sind die ältesten Kunststoffprodukte auf dem Markt. Da sich Duromere im ausgehärteten Zustand nicht mehr durch Erwärmen verformen lassen, ist eine Bearbeitung dann nur noch mechanisch spanabhebend, z.B. durch Fräsen, Feilen, Raspeln oder Sägen, möglich. Aufgrund der starken Vernetzung sind Duromere bei normalen Temperaturen hart bis spröde.

Chemisch betrachtet sind Duromere engmaschig vernetzte Kunststoffe, wie in dem folgenden Schema zu sehen ist:

Abb.1
Engmaschig vernetzter Kunststoff

Zu den Duromeren gehören: Phenoplaste, Aminoplaste, ungesättigte Polyesterharze und Epoxidharze.

Anwendungsgebiete

Gegenüber Thermoplasten haben Duromere einige eindeutige Vorteile, die sie etwa in der Elektroindustrie, für Haushaltsgeräte oder Maschinenteile zum prädestinierten Material machen. Zu nennen sind hier eine hohe Festigkeit auch bei hohen Temperaturen, eine höhere Wärmeformbeständigkeit, eine größere Härte und Steifigkeit.

Verarbeitungsverlauf

Im Gegensatz zu Thermoplasten härten Duromere unter Wärmezuführung durch Vernetzung aus. Aus diesem Grund ist während des Spritzprozesses die Temperaturführung während des Plastifizier- und Einspritzvorgangs von größter Bedeutung. In einem relativ kühlen Spritzzylinder wird die Vernetzung des Materials so lange hinausgezögert, bis die Masse im beheizten Werkzeug aushärtet. Die Formgebung ist mit der Vernetzung gekoppelt. Um die vorzeitige Vernetzung im Spritzzylinder zu verhindern, werden spezielle Temperiergeräte eingesetzt.

Abb.2
Schematische Darstellung einer Spritzgussanlage

Einsatzgebiete

  • elektrische Schalter und Steckdosen
  • Gehäuse für elektronische Küchengeräte
  • hitzebeständige Lager für langsam laufende Maschinenteile
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