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Organische Leuchtdioden

Quenching

Der angeregte Zustand kann nicht nur durch den erwünschten Zerfall, bei dem Licht emittiert wird (Elektrolumineszenz), in den Grundzustand zurückkehren, sondern auch durch Löschung an Metallkontakten, durch Energietransfer auf Ladungsträgerfallen, strahlungslose Übergänge (internal conversion) oder feldinduzierte Dissoziation. Mechanismen, durch die Excitonen ohne Lichtemission in den Grundzustand zurückkehren, werden oft auch als "Quenching-Reaktionen" bezeichnet.

Ein weiterer Verlustfaktor für die Elektrolumineszenz wird von den Spinauswahlregeln vorgegeben: Der Strahlung emittierende Übergang kann nur aus einem fluoreszierenden Singulett-Zustand erfolgen. Der Spinstatistik zufolge wird bei einer Elektron-Loch-Rekombination ein Triplett-Zustand mit dreifach größerer Wahrscheinlichkeit gebildet als ein Singulett-Zustand. Neueren Untersuchungen zufolge sind jedoch vor allem bei polymeren Emittern aus bisher nur unzureichend verstandenen Gründen (u.a. starke elektronische Kopplung der Polaronen) Singulett-Quantenausbeuten bis zu 63 % möglich. Prinzipiell ist die Elektrolumineszenzausbeute organischer Feststoffe geringer als die erreichbare Photolumineszenz-Ausbeute.

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