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Organische Leuchtdioden

Elektrolumineszenz

Durch Anlegen hoher elektrischer Feldstärken bis zu 100 .106 V/m werden negative (Elektronen) und positive Ladungen (Defektelektronen oder "Löcher") in ein organisches Halbleitermaterial injiziert. Diese Ladungsträger wandern unter der Wirkung des elektrischen Feldes zur jeweiligen Gegenelektrode. Treffen zwei entgegengesetzte Ladungen aufeinander, kommt es zur so genannten Rekombination. Hierbei wird zunächst ein nach außen ungeladenes Elektron-Loch-Paar als angeregter Zustand (Exciton) gebildet. Geht das Exciton unter Emission von Licht in den Grundzustand über, spricht man von Elektrolumineszenz. Lumineszenz ist theoretisch nur aus Singulettzuständen möglich, da die Emission aus Triplettzuständen Spinumkehr-verboten ist. Ein Triplettzustand wird jedoch mit dreimal größerer Wahrscheinlichkeit gebildet als ein Singulettzustand. Dadurch ist die Lichtausbeute begrenzt. Bei bestimmten Molekülen ist jedoch auch aus dem Triplett-Zustand Lichtemission möglich (Triplett-Emitter).

Abb.1
Elektrolumineszenz
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