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Polymere in der Medizintechnik

Weitere Polymere in der Medizintechnik

Polymethylmethacrylat wird vor allem als Knochenzement und für Zahnprothesen oder Zahnfüllungen eingesetzt. Das Polymerisat wird dazu mit Monomer angeteigt und im Mund durch Licht ausgehärtet.

Polysiloxane finden nicht nur als Brust- und Intraokularimplantate Verwendung. Ihr Vorteil ist die Langzeitbeständigkeit gegen hydrolytischen und enzymatischen Abbau. Zur Aufrechterhaltung ihrer Elastizität sind keine Weichmacher, Alterungsschutzmittel oder sonstige, möglicherweise diffundierende, Additive nötig. Drainageschläuche, Blutgefäße, Harnröhren, Katheter, Schlauchsonden, Dialyse- und Bluttransfusionschläuche werden aus Silicon gefertigt. Weitere Einsatzgebiete sind künstliche Gelenke für Finger, Handgelenke, Zehen, Ellenbogen, Abdruckmasse für Dentalmedizin, künstliche Sehnen, Herzklappen, Beatmungsbälge, künstliche Haut und Blasenprothesen.

Auch Polyurethane werden als Material für künstliche Blutgefäße und Blutgefäßbeschichtungen, Hautimplantate, Herzklappen, Dialysemembranen und Schläuche eingesetzt. Da Polyesterpolyurethane für Implantate ungeeignet sind, werden hier nur Polyetherpolyurethane verwendet, z.B. 4,4'-Diphenylmethan-diisocyanat mit Poly(tetramethylenetherglycol) (PTMEG) als Diolkomponente. Polyetherpolyurethane sind nach Temperung beständiger gegen Spannungsrisskorrosion. Um die Absorption von Blutbestandteilen zu verringern, werden z.B. Polyethylenoxidketten mit endständigen Monoaminen aufgepfropft.

Abb.1
Bausteine für Polyetherpolyurethane

Poly(tetramethylenetherglycol) (links) und 4,4'-Diphenylmethan-diisocyanat (rechts)

Hohlzylinder aus Polytetrafluorethylen (PTFE) mit Durchmessern von 14 bis 20 mm oder gegabelte PTFE-Hohlzylinder von 7 mm werden als Blutgefäße eingesetzt.

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