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Polymere in der Medizintechnik

Polyvinylchlorid (PVC)

Aus PVC werden u.a. Beutel für Blut, Sekrete, Urin, Medikamenten- oder Nährlösungen, Handschuhe, Schläuche und Katheter, Blisterverpackungen sowie verschiedene Einwegartikel hergestellt. Die Vorteile dieses Werkstoffes sind seine gute Thermoformbarkeit, Festigkeit, Flexibilität, chemische Widerstandsfähigkeit und sein niedriges Allergiepotenzial.

Problematisch sind die in PVC als Weichmacher eingesetzten Phthalate, z.B. Di-2-(ethylhexyl)-phthalat (DEHP) und Di-n-octylphthalat (DnOP). Diese Verbindungen stehen unter Verdacht, teratogen (fruchtschädigend) und möglicherweise auch cancerogen zu sein sowie in das Hormonsystem des Körpers einzugreifen.

Abb.1
Di-2-(ethylhexyl)-phthalat (DEHP)
Abb.2
Di-n-octylphthalat (DnOP)

Daher wird in der Medizin hochreines PVC mit sehr geringen Mengen an Additiven und Verunreinigungen eingesetzt. Behälter für Ampullen, Fläschchen und medizinische Geräte (Hard Trays) aus Hart-PVC sind durch Dampf, γ-Strahlung und Begasung mit Ethylenoxid sterilisierbar. Für Langzeitanwendungen im Körper ist PVC nicht geeignet.

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