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Ionische Netzwerke

Beispiele für Ionische Vernetzung

Chrom-Gerbung von Leder I

Leder zeichnet sich durch luftdurchlässige Struktur, weitgehende Wasserabstoßung und Wärmeisolationsvermögen bei relativ guter Festigkeit aus. Es kann 28 % seines Gewichts an Wasserdampf adsorbieren und wieder abgeben. Daher ist es seit Jahrtausenden als Bekleidungsmaterial und Werkstoff in Gebrauch. Synthetische Materialien konnten es trotz ihrer teilweise hervorragenden Eigenschaften bis heute nicht verdrängen.

Abb.1
Aufbau der Tierhaut

Leder wird durch Gerben von Tierhaut gewonnen. Diese ist im frischen Zustand anfällig gegen Fäulnis und Verleimung (in heißem Wasser). Beim Gerbprozess wird sie durch Vernetzungsreaktionen stabilisiert und haltbar gemacht.

Zunächst werden die Ober- und Unterhaut angeätzt, enthaart und anschließend mechanisch entfernt, so dass nur noch die Lederhaut übrig bleibt.

Diese wird dann "Blöße" genannt. Sie enthält in feuchtem Zustand 60 bis 80 % Wasser und Fett, der Rest besteht zu etwa 98 % aus Collagen. Durch so genanntes "Pickeln" mit Säuren und Kochsalz wird die Blöße zur Gerbung vorbereitet.

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