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Ionische Netzwerke

Beispiele für Ionische Vernetzung

Chrom-Gerbung von Leder II

Neunzig Prozent aller Leder werden mittels Chrom-Gerbung produziert. Die Vernetzung geschieht durch Komplexe, die sich aus dreiwertigem Chrom und den Carboxy-Gruppen des Collagens bilden. Bei der Einbad-Chromgerbung wird Cr2(SO4)3 bzw. Cr(OH)SO4 (basisches Chromsulfat) eingesetzt. Der pH-Wert des Bades wird dann durch Alkalizugabe von 3 auf 4 angehoben ("abgestumpft"), um den Gerbstoff in der Haut zu fixieren.

Bei der inzwischen wegen der Toxizität von Chrom(VI)-Verbindungen unüblich gewordenen Zweibad-Chromgerbung wurden die Häute zuerst in Dichromat- und dann in Thiosulfatlösung eingelegt.

Die Chromgerbung dauert etwa 24 Stunden. Die Haut nimmt bei der Chromgerbung 1,5 bis 3 % Cr2O3 auf. Dabei entsteht ein geschmeidig-weiches, festes, sehr haltbares, bakterienresistentes, gegen kaltes und heißes Wasser beständiges Leder von schwach grünlicher Farbe.

Nach dem Gerbvorgang schließen sich weitere Behandlungsschritte an, bei denen das Leder entwässert, auf eine gleichmäßige Dicke gebracht, neutralisiert, gefüllt, gefärbt, gefettet, getrocknet und weich gemacht wird. Diese Arbeiten bezeichnet man als Zurichten.

Die Komplexbindungen in chromgegerbten Ledern sind wärmestabiler als die z.B. durch Pflanzengerbstoffe bewirkten Wasserstoff-Brückenbindungen. Dadurch sind die ersteren auch besser zu färben.

Verschiedene Gerbverfahren

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