zum Directory-modus

Ionische Netzwerke

Ionische Vernetzung

Lineare Polymere, die Carboxy-Gruppen enthalten, können durch Zugabe von Metall-Kationen ionisch vernetzt werden. Copolymere, die eine geringe Anzahl an ionischen Gruppen enthalten, werden Ionomere genannt. Ein Beispiel sind Copolymerisate aus Ethen mit 3,5 bis 20 Molprozent Acrylsäure, bei denen die Carboxy-Gruppen mit Zink-, Magnesium- oder Natrium-Ionen neutralisiert werden. Dabei bilden sich in der unpolaren Matrix Ionencluster, die bei niedrigeren Temperaturen als Vernetzungsstellen wirken. Die Materialien verhalten sich wie Elastomere. Diese Vernetzung ist allerdings reversibel, denn bei Temperaturerhöhung dissoziieren die Ionencluster und ermöglichen eine thermoplastische Verarbeitung der Werkstoffe. Ionomere zählen also zu den thermoplastischen Elastomeren.

Außer Carboxy-Gruppen können auch Salze von Sulfon- und Phosphonsäuren als Vernetzungsstellen fungieren, weiterhin Ammonium-, Sulfonium- oder Phosphonium-Gruppen sowie Metallkomplexe.

<Seite 1 von 5