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Hauptvalenznetzwerke

Herstellungsmethoden für interpenetrierende Netzwerke

Die Herstellung von IPN kann nach verschiedenen Methoden erfolgen:

  1. Ein bereits bestehendes polymeres Netzwerk wird mit einem vernetzbaren Monomer (und ggf. Vernetzer) durchtränkt, das dann polymerisiert wird (sequentielle IPN). Ein Beispiel ist die Kombination aus elastischem vernetztem Polyacrylat (bereits fertiges Polymer) mit sprödem Styrol/Divinylbenzol, die einen zweiphasigen Verbundstoff ergibt.
  2. Monomere, die nach völlig unterschiedlichen, nicht interferierenden Mechanismen polymerisieren, können einer simultan ablaufenden interpenetrierenden Vernetzung unterzogen werden. Simultane IPN (SIN) entstehen z.B. aus einer homogenen Mischung von Polyolen und Isocyanaten einerseits, die durch Polyaddition zum Polyurethan reagieren, und von Acrylaten andererseits, die mit polyfunktionellem Vinyl-Copolymer eine radikalische Polymerisation eingehen.
  3. Latex-IPN erhält man z.B., wenn man einen so genannten "Saatlatex" mit einer vernetzerhaltigen Monomermischung quillt und dann die Polymerisation startet. Eine andere Möglichkeit ist die Vermischung unterschiedlicher Latices mit anschließender Filmbildung und Verfestigung. So kann man vor allem Polyurethan-Latices mit anderen Materialien zu so genannten Interpenetrating Elastomeric Networks kombinieren.
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