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Lacke

Physikalische und chemische Trocknung

Chemische Trocknung

Die chemische Trocknung oder Aushärtung beruht hingegen auf Vernetzungsreaktionen. Hier werden Lackharze mit Molmassen zwischen 1.000 und 15.000 g/mol eingesetzt, die reaktive Zentren, z.B. olefinische Doppelbindungen, enthalten. Durch den Luftsauerstoff oder UV-Licht wird die Aushärtung eingeleitet. Die Zugabe von Cobalt-, Blei- oder Mangansalzen organischer Säuren beschleunigt die oxidative Härtung. Es entstehen Radikale, die eine Vernetzung der Moleküle auslösen. Dadurch bildet sich ein polymeres Netzwerk.

Abb.1

Vernetzungsreaktion durch Sauerstoff mit Metallsalzen, die als Beschleuniger wirken

Beispiele hierfür sind Naturstoffe wie Leinöl, Tallöl, Dammarharz oder Kolophonium und synthetische Lack-Bindemittel wie Alkydharze und ungesättigte Polyesterharze. Bei den klassischen Ölfarben enthalten die Farbpigmente Metalloxide, die als Vernetzer für die Doppelbindungen im Leinöl wirken.

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