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Lacke

Lackhärtung in Einkomponenten- und Zweikomponentensystemen

Eine Vernetzung kann durch Polymerisation, Polykondensation oder Polyaddition der funktionellen Gruppen der Lackbestandteile erfolgen. In Einkomponenten-Systemen wird die Härtung oft durch Energiezufuhr in Gang gesetzt. Beispiele sind das "Einbrennen" in Öfen bei 100 bis 200 °C oder das Bestrahlen mit Infrarot-, UV- oder Elektronenstrahlen. Die radikalische Vernetzung wird oft durch Initiatoren wie Peroxide (z.B. Benzoylperoxid) gefördert.

Polyurethane, Phenolharz-Novolake, Harnstoffharze und Epoxidharze werden wegen ihrer Reaktionsfähigkeit oft als Zweikomponenten-Systeme eingesetzt. Die Einzelkomponenten sind dabei nicht zur Filmbildung fähig. "Stammlack" und "Härter" werden gemischt und sind dann nur während einer gewissen Zeitspanne verarbeitbar ("Topfzeit").

Tab.1
Beispiele für Zweikomponentenlacke
StammlackHärterProdukt
Harnstoff-Formaldehydharz-Oligomerpara-ToluolsulfonsäureHarnstoff-Formaldehydharz-Lack
UP-Harz-OligomerPeroxideUP-Harz-Lack
Phenolformaldehyd-NovolakHexamethylentetraminPhenolformaldehydharz-Lack
Epoxidharz-OligomerPolyamin, SäureanhydridEpoxidharz-Lack
PolyolDiisocyanatPolyurethan-Lack
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