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Autolackierung

Füllerauftrag

Vor der Auftragung des Füllers muss das Werkstück gereinigt und von Hand nachbearbeitet werden. Hierzu zählt das Schließen von Löchern, die für das Abfließen des Elektrotauchlacks erforderlich waren, und die Abdichtung von Fugen und Falzverbindungen etc. Dies geschieht meist mit PVC- und Polyurethanmaterialien, die durch Spritzpistolen aufgetragen werden. Auch der Unterbodenschutz wird zu diesem Zeitpunkt appliziert. Anschließend wird die Karosserie sehr sorgfältig von Staub und Verschmutzungen gereinigt.

Der Füller hat die Aufgabe, kleinere Unebenheiten des Untergrundes auszugleichen. Zudem unterstützt er Haftung und Korrosionsschutz. Durch seine Elastizität soll er Schäden durch Steinschlag etc. entgegenwirken. Die Schichtdicke beträgt 30 bis 50 μm. Als Füllstoffe kommen anorganische Substanzen wie Kaolin, Kreide oder Talkum zum Einsatz. Die Füllerschicht enthält auch schon Pigmente.

Die Bindemittel im Füller werden sowohl wasserbasiert als auch in organischen Lösemitteln gelöst oder als Pulver eingesetzt. In der Automobil-Serienlackierung werden in der Regel Einkomponenten-Systeme auf der Basis von Polyestern oder modifizierten Polyestern, die mit Aminoharzen oder blockierten Polyisocyanaten vernetzt werden, verwendet. Die Auftragung erfolgt bei allen Systemen durch elektrostatisches Sprühen in automatischen Anlagen. Schlecht zugängliche Stellen werden manuell nachbearbeitet. Auch hier erfolgt die endgültige Vernetzung bei erhöhter Temperatur (bis zu 175 °C).

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