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Autolackierung

Decklackierung

Vor der weiteren Bearbeitung ist wieder eine gründliche Reinigung und Entfernung von Staubpartikeln erforderlich. Die optische Qualität der Decklackierung beeinflusst in hohem Maße das attraktive Äußere und das glänzende Erscheinungsbild. Dieses soll auch über viele Jahre erhalten bleiben und Reparaturen ermöglichen, bei denen das Aussehen keine Beeinträchtigungen erfährt.

Die Aufbringung der "eigentlichen" deckenden Lackschicht wird heute überwiegend im Zwei- oder Mehrschichtverfahren durchgeführt. Dies ist vor allem bei Metallic-Lackierungen erforderlich. Aber auch Uni-Farbtöne wirken so attraktiver und gewinnen optisch an Tiefe. Weiterhin ist die Wetterbeständigkeit besser als bei Einschichtlackierungen.

Basislackierung

Der Basislack bildet die farbgebende Schicht. Bei den Pigmenten werden weitgehend extrem licht- und wetterstabile Typen eingesetzt. Neben Metallic- und Uni-Basislacken finden zunehmend auch Effektlacke Verwendung, die unter Bezeichnungen wie Brillant-, Diamant-, Kristall-, Perl-, Perlmutt-, Perlglanz-, Regenbogeneffekt-Lacke etc. bekannt sind. Falls diese Effektlacke kein ausreichendes Deckvermögen aufweisen, müssen sie auf eine weitere farbige Grundschicht aufgetragen werden.

Auch bei den Basislacken werden zunehmend wasser- und pulverbasierte Systeme eingesetzt. Die Auftragung erfolgt bei der Serienlackierung elektrostatisch durch Hochrotationszerstäuber. Die Schichtdicke beträgt bei einfarbigen Basislacken 25 bis 30 μm, bei Metalliclacken 12 bis 20 μm. Als Bindemittel dienen z.B. Polyurethan-Emulsionen, die nicht weiter vernetzt werden, sondern nur bei ca. 60 °C physikalisch trocknen.

Klarlackierung

Der Klarlack als letzte Schicht schützt die darunter liegenden Schichten vor mechanischen Beschädigungen und Witterungseinflüssen. Er verleiht Metallic- und Effektlackierungen zusätzlichen Glanz. Die Zugabe von Lichtschutzmitteln verhindert den Abbau der Bindemittel.

Der Klarlack wird auf den Basislack nach dem Abdunsten aufgespritzt und anschließend bei 120 bis 140 °C eingebrannt. Zum Einsatz kommen Einkomponenten-Systeme auf der Basis von Alkydharz-Melaminlacken oder Zweikomponenten-Polyurethanlacken. Sie können lösemittel-, pulver- oder wasserbasiert sein. Heute werden immer noch häufig lösemittelbasierte Klarlacke eingesetzt. Die Schichtdicke beträgt 30 bis 40 μm.

Nach der Endkontrolle mit eventueller mechanischer Nachbearbeitung wird das fertig lackierte Karosserieteil der weiteren Montage zugeführt.

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