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Verdickungsmittel

Verdicker für unpolare Flüssigkeiten

Schmierfette

Schmierfette bauen sich grundsätzlich aus Öl und einem Verdicker auf. Der Verdicker bildet schwammartige Strukturen, in die das Öl eingelagert und bei Bedarf wieder freigesetzt wird. Dabei wird zwischen Metallseifenverdickern (z.B. Lithium-, Calcium- oder Aluminiumseifen) und seifenfreien Verdickern (Gelen, Polyurethanen und Bentonit) unterschieden. Metallseifen sind Verbindungen aus Fettsäuren und zwei- oder mehrwertigen Metallkationen. Die in den Verdickern eingelagerten Öle sind Raffinate, Hydrocracköle, Ester, synthetische Kohlenwasserstoffe oder biologisch abbaubare Basisöle.

Je nach Schmierfetttyp und Konsistenz liegt der Metallseifenanteil zwischen 5 % bis 25 %. Um besondere Eigenschaften zu erzielen, wie z.B. Alterungsschutz, Korrosionsschutz, Erhöhung des Druckaufnahmevermögens oder Verschleißschutz werden bis zu 5 % Additive zugesetzt.

Benzingele

Aluminiumseifen der Formel Al(OH)R1R2 mit Öl-, Naphthen- und Palmitinsäure als R1 und R2 bilden mit Benzinen ein festes Gel. Als Bestandteil von Brandbomben erlangte diese Formulierung unter dem Namen Napalm schreckliche Berühmtheit. Infolge seiner starken Adhäsionsfähigkeit und der Lipophilie seiner Metallseifen führt es bei Menschen zu fressenden, schwärenden Brandwunden. Unter dem gleichen Namen und mit dem gleichen Effekt werden auch heute noch Mischungen aus 50 % Polystyrol, 25 % Benzol und 25 % Benzin in Brandwaffen eingesetzt.

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