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Verdickungsmittel

Hydroxyethylcellulose

Hydroxyethylcellulose (HEC, R = CH2CH2(OCH2CH2)nOH, H) erhält man, indem man Alkali-behandelte Cellulose mit Ethylenoxid verethert. Dabei bilden sich längere Oligo- oder Polyethylenoxid-Seitenketten, denn die primären Hydroxy-Gruppen der Hydroxyethyl-Substituenten addieren schneller weiteres Ethylenoxid als die ringständigen sekundären Hydroxy-Gruppen. Von diesen werden nicht alle derivatisiert.

Man charakterisiert HEC daher durch zwei verschiedene Substitutionsgrade: Der durchschnittliche Substitutionsgrad DS gibt an, wie viele Hydroxy-Gruppen einer Glucopyranose-Einheit mit Ethylenoxid reagiert haben. Der molare Substitutionsgrad MS beschreibt, wie viele Mol Epoxid im Durchschnitt an eine Glucopyranose-Einheit angelagert wurden. Handelsübliche HEC haben DS von 0,85 bis 1,35 und MS von 1,5 bis 3.

Abb.1
Hydroxyethylcellulose

Hydroxyethylcellulose mit einem durchschnittlichen Substitutionsgrad (DS) von 1 und einem molaren Substitutionsgrad (MS) von 1,5 pro Glucopyranose-Einheit

HEC kommt als wasserlösliches, gelblich-weißes, geruch- und geschmackloses Pulver in den Handel. Die Viskosität der HEC-Lösungen wird vor allem durch den Polymerisationsgrad beeinflusst und kann stark variieren. Eingesetzt wird HEC z.B. in Baustoffen, Reinigungsmitteln, Farben, medizinischen Gelen und künstlichen Tränen.

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