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Polymeranaloge Reaktionen

Polymeranaloge Reaktionen Einleitung

Reaktionen an Polymeren werden zur Modifizierung und zur Untersuchung der Konstitution sowie zum Aufbau von Polymeren, die auf andere Weise schwer oder gar nicht zugänglich sind, durchgeführt.

Funktionelle Gruppen an Makromolekülen können im Prinzip wie die von niedermolekularen Verbindungen reagieren, allerdings weisen die Makromoleküle aufgrund ihrer Knäuelstruktur in Lösung selbst bei großer Verdünnung noch lokal hohe Konzentrationen an funktionellen Gruppen auf. Dies kann zu einer Beeinflussung der Reaktivität führen (Beschleunigung, Verlangsamung, Bevorzugung intramolekularer gegenüber intermolekularer Reaktionen).

Definition
Polymeranaloge Reaktionen sind Reaktionen an Makromolekülen, bei denen die chemische Zusammensetzung und damit auch die Eigenschaften eines Polymers unter Erhalt des Polymerisationsgrades verändert werden.

In der Regel erfolgen polymeranaloge Reaktionen über funktionelle Gruppen, z.B. H-acide Gruppen, Carbonyl-, Ester- und Halogen-Gruppen. Sie können aber auch wie bei Pfropfcopolymerisationen radikalisch initiiert werden.

Im Allgemeinen werden bei den polymeranalogen Reaktionen aus unterschiedlichen Gründen nicht alle im Makromolekül enthaltenen funktionellen Gruppen vollständig umgesetzt.

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