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Wichtige Copolymere

Vernetzende Copolymerisation

Von großer praktischer Bedeutung ist die vernetzende Copolymerisation.

Eingesetzt werden hierfür Verbindungen mit zwei oder mehreren polymerisierbaren Doppelbindungen, die mit einfach ungesättigten Monomeren zu dreidimensionalen Netzwerken polymerisieren. Vernetzte Polymere sind i. Allg. unlöslich und unschmelzbar. Sie sind jedoch je nach Vernetzungsgrad in organischen Lösemitteln quellbar.

Die Herstellung von vernetztem Polystyrol erfolgt durch Copolymerisation von Styrol mit kleinen Mengen Divinylbenzol (weniger als 5 %). Sie werden z.B. für die Herstellung von Ionenaustauscherharzen genutzt.

Auch durch die Umsetzung von ungesättigten Polyestern aus Maleinsäure mit Styrol entstehen vernetzte Copolymerisate, so genannte UP-Harze. Hierzu wird der ungesättigte Polyester in dem radikalisch polymerisierbaren Monomer (Styrol) gelöst und anschließend die radikalische Polymerisation durch Zugabe eines Radikalbildners gestartet. Es werden Produkte mit der folgenden schematischen Struktur erhalten.

Abb.1

Bei manchen nicht konjugierten Dienen tritt allerdings keine Vernetzung auf, sondern lineares Wachstum mit resultierenden ringförmigen Bausteinen (Cyclopolymerisation). Bei der Polymerisation von Acrylsäureanhydrid ist die Ringbildungtendenz so groß, dass nahezu nur intramolekulares Wachstum, nicht aber intermolekulare, vernetzende Polymerisation beobachtet wird.

Abb.2
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