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Wichtige Copolymere

Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymere (ABS)

ABS bestehen aus einer Gerüstphase aus Styrol-Acrylnitril-Copolymer (SAN), in der eine elastische Phase aus Homo- oder Copolymeren des Butadiens dispergiert ist. Dies entspricht dem Aufbau von schlagzähem Polystyrol, nur dass in der kontinuierlichen Phase Polystyrol durch SAN ersetzt ist.

Die zusammenhängende SAN-Matrix sorgt für Steifigkeit und Härte. Die darin eingebettete Kautschukphase ist in der Lage die Stoßenergie aufzunehmen und bewirkt so eine Erhöhung der Schlagzähigkeit.

ABS-Kunststoffe sind normalerweise opak, da das Licht an den Phasengrenzen gestreut wird. Es gibt aber auch transparente Sondertypen.

Durch Variation der Mengenverhältnisse der drei Monomere lässt sich ein breites Eigenschaftspektrum realisieren. Beispielsweise verbessert sich die Chemikalienbeständigkeit mit zunehmendem Gehalt an Acrylnitril-Bausteinen.

ABS werden meist in zwei Schritten hergestellt.

  1. Die Kautschukkomponente (Homo- oder Copolymere des Butadiens) wird zusammen mit monomerem Styrol und Acrylnitril polymerisiert.
  2. Das Pfropfcopolymerisat aus Schritt 1 wird mit getrennt hergestelltem SAN abgemischt.

ABS sind also normalerweise Blends. Wegen der guten Mischbarkeit lassen sich ABS und SAN problemlos verschweißen. Durch Verschweißen kann man z.B. ABS-Gehäuse mit transparenten Fenstern aus SAN versehen.

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