Blockcopolymere neigen häufig zu Entmischungsphänomenen, die zur Bildung von kristallinen oder glasartigen harten Bereichen in elastomerer weicher Matrix führen und dem Material ungewöhnliche Eigenschaften verleihen.
Styrol-Butadien-Dreiblockcopolymere besitzen harte glasartige Polystyroldomänen (Tg ~ 373 K), die als physikalische Vernetzungsstellen wirken, eingebettet in einer weichen, gummiartigen Polybutadien-Matrix (Tg ~ 210 K). Diese Materialien vereinen als thermoplastische Elastomere elastische und thermoplastische Eigenschaften. Sie sind verarbeitbar wie Thermoplaste, nämlich aus der Schmelze, und verhalten sich aber im festen Zustand wie Netzwerke.
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| Abb.1Thermoplastisches Styrol-Butadien-Elastomer unter Einwirkung einer äußeren Zugspannung |
orange: Poly(styrol)domäne blau: Kautschukartige Segmente aus Poly(butadien)
Je nach Zusammensetzung können sehr unterschiedliche Morphologien erhalten werden. Ursache für die Entmischung ist die Ausbildung einer möglichst kleinen Grenzfläche zwischen den Polymeren.
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| Abb.2Schema der Zweiphasenstruktur von Blockcopolymeren unterschiedlicher Zusammensetzung: von a nach e - Zunahme des Polystyrolanteils |