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Copolymerisationsgleichung, Copolymerisationsdiagramm, Q-e-Schema

Q-e-Schema nach Alfrey und Price II

Jedem Monomer kann also prinzipiell ein Polaritätsterm (e-Wert) und ein Resonanzterm (Q-Wert) zugeordnet werden. Als Bezugssubstanz wurde das Monomer Styrol (mit Q = 1,0 und e = -0,8) gewählt, da es sich mit vielen anderen Monomeren copolymerisieren lässt. Weil man für das Polystyrol)Radikal die größte Resonanzstabilisierung von allen Makroradikalen annahm, wurde sein Q-Wert willkürlich gleich 1 gesetzt. Das Q-e-Schema gestattet, auf der Basis experimentell ermittelter Werte die Copolymerisationsparameter unbekannter Monomerpaare abzuschätzen und die Copolymerisationsfähigkeit qualitativ zu beurteilen.

In dem Q-e-Schema können vier Felder unterschieden werden, wenn Monomere mit Q > 0,35 als gut und solche mit Q < 0,35 als schlecht stabilisiert bezeichnet werden.

Abb.1
Q-e-Schema

Die Felder I und III enthalten Monomere, die schlecht resonanzstabilisierte Radikale bilden. Die Felder II und IV beinhalten Monomere, deren Radikale gut resonanzstabilisiert sind. Ein Monomerpaar in den jeweiligen Feldern I und III oder II und IV zeigt die stärkste Copolymerisationstendenz. Keine bzw. geringe Copolymerisationsneigung findet zwischen den Monomerpaaren aus I und II oder III und IV statt. Monomere aus den Feldern I und IV bzw. II und III copolymerisieren nur bei sehr hohen, im Vorzeichen verschiedenen e-Werten beider Monomere.

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