zum Directory-modus

Copolymerisationsgleichung, Copolymerisationsdiagramm, Q-e-Schema

Einfluss der vorletzten eingebauten Monomereinheit (penultimate unit effect)

Sofern die vorletzte eingebaute Monomereinheit einen Einfluss auf die Anlagerungsgeschwindigkeit hat, sind die folgenden zwei Wachstumsreaktionen zu unterscheiden.

~ M 1 M 1 + M 1 k 111 ~ M 1 M 1 M 1 v 111 = k 111 [ ~ M 1 M 1 ] [ M 1 ]
~ M 2 M 1 + M 1 k 211 ~ M 2 M 1 M 1 v 211 = k 211 [ ~ M 2 M 1 ] [ M 1 ]

Es resultieren insgesamt 8 Anlagerungsreaktionen (statt 4 beim Terminal-Modell) und 6 (statt 2) Copolymerisationsparameter. Dadurch ergibt sich eine entsprechend kompliziertere Copolymerisationsgleichung, deren Behandlung aufwendig ist.

Eine solche Beeinflussung tritt besonders dann auf, wenn der vorletzte eingebaute Monomerbaustein einen starken induktiven Effekt auf das sich anlagernde Monomer ausübt, wie z.B. im System Fumarsäuredinitril/Styrol.

Seite 5 von 13