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Copolymerisationsgleichung, Copolymerisationsdiagramm, Q-e-Schema

Copolymerisationsgleichung - Annahmen

Die Copolymerisationsgleichung beschreibt die Zusammensetzung des Copolymerisats als Funktion der Monomermischung von M1 und M2.

Wir betrachten die radikalische Copolymerisation, eine Kettenreaktion. Nach der Startreaktion liegen zwei unterschiedliche reaktive Kettenenden vor.

~ M 1 ~ M 2

Die Ableitung der Copolymerisationsgleichung erfolgt über eine kinetische Betrachtung. Es werden die nachfolgenden Annahmen gemacht.

  1. Alle Wachstumsreaktionen sind irreversibel. Depolymerisation tritt nicht auf. Nach dieser Bedingung dürfen auch keine Umlagerungen stattfinden.
  2. Die Bruttokonzentrationen der Monomere [M1 ] und [M2 ] sind gleich der Konzentration am Reaktionsort.
  3. Der Polymerisationsgrad ist hoch, so dass der Monomerverbrauch durch Start, Abbruch und Übertragung vernachlässigt werden kann.
  4. Die letzten Monomereinheiten ~ M 1 und ~ M 2 der wachsenden Polymerkette kontollieren die Anlagerung der Monomermoleküle M1 und M2 ("Terminal-Modell"). Der Einfluss des vorletzten eingebauten Monomers ("penultimate unit effect") auf die Reaktivität des Polymerradikals ist vernachlässigbar.
  5. Bei der kinetischen Betrachtung gilt das Bodenstein'sche Quasistationaritätsprinzip.
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