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Optische Eigenschaften

Glanz - Innere Remission

Erfolgt die Beleuchtung einer Oberfläche hauptsächlich gerichtet, und erfolgt auch die Reflexion zumindest teilweise gerichtet, so kann man in Abhängigkeit vom Betrachtungswinkel an der Oberfläche Helligkeitsunterschiede feststellen, die einen Glanz ergeben. Die Prüfung, ob die beobachteten Helligkeitsunterschiede durch gerichtet reflektiertes Licht verursacht werden, wird vom menschlichen Auge unbewusst und schnell aufgrund bereits vorhandener Erfahrungen durchgeführt, durch z.B. Kippen des Objektes. Diese “Helligkeitsänderung bei Probekörperbewegung” wird für schwach- und mittelglänzende Probekörper eingesetzt. Bei hochglänzenden Vorlagen wird die Abbildungsschärfe, d.h. die Schärfe bei der Spiegelung eines Gegenstandes durch die Oberfläche, herangezogen.

Methoden zur Bestimmung von Glanz - Innere Remission

Im Fall der Polymere werden Glanzentstehung und -bewertung von folgenden physikalischen, physiologischen und psychologischen Faktoren beeinflusst:

  • Reflexions- und Streueigenschaften der Oberfläche, abhängig von Struktur, Rauigkeit, Krümmung und Planlage
  • Leuchtdichte, Spektralfunktion und räumliche Verteilung des auffallenden Lichtes
  • Beobachtungswinkel und -entfernung
  • Farbe und Transparenz der Vorlage

Obwohl es keine allgemein gültige, den Glanz vollständig charakterisierende Messmethode gibt, haben sich aus der Vielzahl der Prüfmethoden vor allem zwei Prinzipien durchgesetzt:

  • Bestimmung der Glanzhöhe h aus der Streulichtverteilung
  • Messung des Reflektometerwertes

Bei der Bestimmung der Glanzhöhe geht man davon aus, dass die räumliche Verteilung des Streulichtes für den von einer Oberfläche hervorgerufenen Glanz maßgebend ist. Zur Bestimmung der Streulichtverteilung benutzt man ein Goniophotometer. Aus der Abhängigkeit des von der Probekörperrückstrahlung ausgelösten Photometerstromes I p vom Messwinkel α 2 wird die Glanzhöhe h gebildet.

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