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MALDI-TOF-MS

Flugzeit-Massenspektrometrie (TOF-MS)

Zur massenspektrometrischen Analyse werden überwiegend Flugzeit-Massenspektrometer eingesetzt. Dabei wird die Wolke der geladenen Teilchen in einem elektrischen Feld beschleunigt und gelangt anschließend in eine feldfreie Flugröhre. Hier erfolgt eine Trennung der einzelnen Ionen nach ihrem Verhältnis von Masse zu Ladung. Die Geschwindigkeit der Teilchen ist dabei proportional m -1/2 . Schwere Teilchen erreichen den Detektor später als leichte. Typische Flugzeiten liegen im Mikrosekundenbereich.

Eine besonders gute Massenauflösung bekommt man durch ein Reflectron. Ionen, die die Ionenquelle verlassen, haben aufgrund der Zeitdauer eines Laserpulses weder die gleiche Startzeit noch die gleiche kinetische Energie. Dadurch verschlechtert sich die Auflösung. Diese Unterschiede können durch ein Reflectron kompensiert werden. Dies ist eine ionenoptische Einrichtung, die im weitesten Sinne dem photooptischen Spiegel entspricht. Von ihr prallen Ionen ab und ihre Flugrichtung wird umgekehrt. Ionen höherer Energie können dabei tiefer in das elektrostatische Feld der Reflektorelektrode eindringen als Ionen mit geringerer kinetischer Energie. Daher brauchen Ionen mit größerer Masse länger, um zum Detektor zu gelangen. Dies führt zu einer höheren Auflösung. Während man mit linearer Flugbahn Auflösungen von 1:1.000 erreicht, sind mit dem Reflectron Auflösungen von 1:10.000 möglich.

Abb.1
Flugzeit-Massenspektrometer mit Reflectron
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