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Spezielle Polymerarchitekturen: Sternpolymere und Dendrimere

Synthese von Sternpolymeren

Zur Synthese von Sternpolymeren kann man prinzipiell zwei verschiedene Strategien verfolgen. Die "arm first"-Methode, der konvergente Syntheseweg, entspricht dem "grafting onto" bei der Pfropfcopolymerisation. Hier werden zunächst die "Arme" oder "Strahlen" des Sterns synthetisiert und anschließend mit einem Zentrum verknüpft. Die "core first"-Strategie entspricht dem "grafting from". Hier werden von einem Zentrum ausgehend die Polymerketten strahlenförmig aufgebaut. Dieser Syntheseweg ist divergent.

Wie bei den Kammpolymeren werden auch hier Polymerisationsverfahren eingesetzt, die eine gute Kontrolle des Polymerisationsgrades ermöglichen. Es kommen also Verfahren wie die ionische Polymerisation oder Atom Transfer Radical Polymerization ATRP zur Anwendung.

Ein wichtiges Beispiel sind Stern-Triblockcopolymere aus Styrol-Butadien-Styrol (SBS), die durch anionische Polymerisation hergestellt werden. Zunächst werden die "Arme" als lineare Triblockcopolymere synthetisiert. Anschließend werden sie an ein Zentrum aus epoxidierter Fettsäure gekoppelt. Es handelt sich hier also um ein "arm first"-Verfahren.

Abb.1
SBS-Sternblockcopolymere

In symmetrischen Sternblockcopolymeren sind alle Arme des Sterns im Mittel gleich lang, in unsymmetrischen ist das nicht der Fall.

Details zur Synthese von SBS-Sternblockcopolymeren

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