zum Directory-modus

Spezielle Polymerarchitekturen: Ringe

Synthese von Rotaxanen II

Eine sehr elegante, aber arbeitsaufwändige Variante verläuft über die Synthese von "Prärotaxanen", bei denen Kette und Ring zunächst kovalent verbunden sind. Die Darstellung der Rotaxane erfolgt dann durch die Spaltung der kovalenten Bindung.

Einfacher sind Synthesewege, die sich eine "Vororganisation" der gewünschten räumlichen Anordnung z.B. durch π-Donor/π-Akzeptor-Wechselwirkungen, Wasserstoffbrücken, hydrophile bzw. hydrophobe Wechselwirkungen oder den Einfluss von Templaten zunutze machen. Dadurch halten sich die Ringe bevorzugt an bestimmten "Stationen" in der Kette auf und gleiten auch vor Anbringung der Stopper nicht ohne weiteres ab.

Als Ringe werden z.B. Cyclodextrine und Kronenether eingesetzt, als Stopper Triphenylmethyl-Gruppen oder Tri-tert-butylsilyl-Gruppen. Die Ketten bestehen z.B. aus Ionenen, Polyoxyethylen oder enthalten andere funktionelle Gruppen, die Wechselwirkungen mit den Ringmolekülen eingehen können.

Abb.1
α-Cyclodextrin, Cyclohexaamylose
Abb.2
Ionen-10,6
Seite 4 von 10