Leiterpolymere sind Doppelstrangpolymere, die ihren Namen einer Leiter-ähnlichen Struktur ihrer Formelbilder verdanken. Wie in einer Leiter sind zwei lineare Hauptketten in regelmäßigen Abständen kovalent miteinander verbunden. Es handelt sich hier um zweidimensionale Strukturen.
Leiterpolymere werden vor allem durch Cyclisierungsreaktionen aus Polyacrylnitril, Poly(1,2-butadien), Polyvinylisocyanaten oder Polyvinylketonen hergestellt. Aufgrund ihrer Struktur sind sie besonders widerstandsfähig: Kommt es zum Bruch eines Kettenstranges, so wird die Kette immer noch durch den zweiten Strang zusammengehalten.