Kammpolymere kann man aus linearen Ketten aufbauen, die funktionelle Gruppen enthalten, an denen Seitenketten aufgepfropft werden. Diese Gruppen können auch durch polymeranaloge Reaktionen nachträglich eingeführt werden, z.B. durch Verseifung von Estern und Amiden oder durch Halogenierungsreaktionen.
Prinzipiell gibt es zwei mögliche Pfropfmethoden, das grafting from, bei dem die Seitenketten von der "Pfropfstelle" aus aufgebaut werden, und das grafting onto, bei dem fertige Seitenketten über eine reaktive Gruppierung an das Rückgrat geknüpft werden.
| Polymer | reaktive Gruppe als "Pfropfstelle" | ||
| Cellulose | -OH | ||
| Polyvinylalkohol | -OH | ||
| Polyvinylchlorid | -Cl | ||
| Polyacrylsäure | -COOH | ||
| teilverseiftes Polyamid | -COOH | ||
| teilverseiftes Polyvinylacetat | -OH | ||
| Styrol-Divinylbenzol-Copolymer | Vinylgruppe | ||
| Tab.1Beispiele für Polymere und Gruppierungen, die durch eine wachsende Polymerkette angegriffen werden können | |||