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Spezielle Polymerarchitekturen

Hochverzweigte Polymere

Unter diesem Oberbegriff können alle Makromoleküle zusammengefasst werden, die in regelmäßiger oder unregelmäßiger Form starke Verzweigung aufweisen. Die bezüglich ihrer Struktur perfekten Dendrimere sind eine Untergruppe der hochverzweigten Polymere. Für viele Anwendungen genügen jedoch weniger regelmäßige Moleküle. Während die Dendrimergenerationen schrittweise aufgebaut werden, erfolgt die Synthese der einfacheren hochverzweigten Strukturen in einem Ansatz durch den Umsatz eines Monomers der Struktur ABn, das eine reaktive A-Gruppe und n reaktive B-Gruppen enthält. Durch die Reaktion der A-Gruppen mit den B-Gruppen entstehen statistisch verzweigte Moleküle. Es kommt dabei nicht zu Vernetzungsreaktionen, da die B-Gruppen im Überschuss vorliegen und zu wenige "Partner" zur Ausbildung von Netzstrukturen finden.

Abb.1
Synthese der einfacheren hochverzweigten Strukturen in einem Ansatz durch den Umsatz eines Monomers der Struktur ABn

Beispiele hierfür sind Polyglycerine, aromatische Polycarbosilane und hochverzweigte Polyether-Polyole.

Eine reizvolle Möglichkeit zur Synthese hyperverzweigter Moleküle ist die Kombination von Kamm- und dendritischen Polymeren. In diesem Fall werden in einer konvergenten Synthese die Dendronen nicht an ein annähernd sphärisches Kernmolekül, sondern an eine lineare Kette geknüpft.

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