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Koordinative Polymerisationen - Metallocen-Katalyse

Metallocen-Katalyse - historische Entwicklung

Schon in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts waren die Metallocene als Polymerisationskatalysatoren entdeckt worden. Ihre Herstellung wurde mit dem Nobelpreis für Chemie an E. O. Fischer und G. Wilkinson 1973 gewürdigt. Aufgrund ihrer langsamen Reaktionsgeschwindigkeit wurden die Metallocene allerdings lange Zeit nicht in der Industrie eingesetzt. Erst die Verwendung von Methylaluminoxan (MAO) als Cokatalysator durch W. Kaminsky und H. Sinn im Jahr 1980 führte zu einer Steigerung der Aktivität um das 10.000fache und zum Durchbruch der Metallocene als Polymerisationskatalysatoren. Durch die Verknüpfung der Kohlenwasserstoffringe mit Brücken durch H.-H. Brintzinger lassen sich Polymere maßgeschneidert herstellen und seit 1991 werden sie auch für Spezialanwendungen eingesetzt. Metallocen-Katalysatoren haben mittlerweile den Sprung zur großtechnischen Anwendung geschafft.

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