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Kationische Polymerisation

Lewis-Säuren

Eine große Vielzahl von Lewis-Säuren initiiert die kationische Polymerisation bei niedrigen Temperaturen. Die entstehenden Polymere besitzen eine relativ große Molmasse. Eingesetzt werden können z.B.: Metallhalogenide (AlCl3, BF3, SnCl4, SbCl5, ZnCl2, TiCl4, PCl5), Organometallverbindungen (RAlCl2, R2AlCl, R3Al), Oxyhalogenide (POCl3, CrO2Cl, SOCl2, VOCl3).

Der Start der Polymerisation mit Lewis-Säuren erfordert aber entweder zur Beschleunigung der Reaktion oder generell zur Initiation einen Protonendonor wie Wasser, Alkohol oder eine organische Säure oder einen Kationendonor wie t-Butylchlorid oder Triphenylmethylfluorid. So reagiert z.B. Isobuten nicht mit BF3. Sobald Spuren von Wasser vorhanden sind, startet die Reaktion. Daher wird der Protonen- bzw. Kationendonator als Initiator und die Lewis-Säure als Coinitiator bezeichnet. Initiator und Coinitiator bilden einen Initiator-Coinitiator-Komplex Y+(IZ)-, welcher dann ein Proton oder Kation (z.B. Carbeniumion) an das Monomer abgibt.

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