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Polyvinylchlorid (PVC)

Polyvinylchlorid PVC

Polyvinylchlorid (PVC) ist neben Polyethylen einer der meistproduzierten Kunststoffe, der je nach Herstellungsverfahren und Zusätzen in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt werden kann. PVC ist aber auch der umstrittenste aller Kunststoffe.

Der Ausgangsstoff Vinylchlorid wird aus 1,2-Dichlorethan durch Dehydrochlorierung in der Gasphase gewonnen, welches aus Chlor und Ethen synthetisiert wird. Die entstehende Salzsäure wird zusammen mit Sauerstoff zum Oxychlorieren von Ethen verwendet und fällt somit nicht als Abfallprodukt an. Die Synthese von Vinylchlorid aus Acetylen und HCl ist heute nicht mehr wirtschaftlich.

Der größte Teil des Vinylchlorids wird für Homo-Polymerisate des PVC verwendet. Vinylchlorid wird zunächst durch Emulsions-, Suspensions- oder Massepolymerisation radikalisch zu Roh-PVC polymerisiert und dann im nächsten Schritt mit Zusätzen wie Weichmacher, Pigmente, Gleitmittel, Flammschutzmittel, Stabilisatoren etc. versetzt. Man unterscheidet Weich-PVC (hoher Weichmacheranteil, bis zu 60 %) und Hart-PVC (niedriger Weichmacheranteil, 0-12 %).

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